Liebesbrief  Verfasst: Dienstag, den 14. September 2010 23:18

Lieber M.!

Auch wenn ich weiß, dass du diese Zeilen niemals lesen wirst, ich dir diese Worte niemals sagen werde, so weiß ich doch, dass es der richtige Weg ist, die richtige Zeit um zu gehen.

Ich bin nicht bereit, darauf zu warten, dass du mir weh tust; es ist doch einfacher, mit Schmerzen zu leben, die ich mir selbst zu füge. Du wirst sie nie verlassen, nie ganz bei mir sein, aus Angst und Zweifel dich gegen mich entscheiden. Angst vor einer ungewissen Zukunft mit mir und Zweifeln an deiner Wirkung auf mich. Niemals wirst du verstehen können, weshalb ich dich liebe. Zu keinem Zeitpunkt hast du geglaubt, dass nur du es bist, der mich fasziniert, hast gezweifelt an meiner Aufrichtigkeit und bist mit meiner Selbstsicherheit in den dunklen Abendhimmel verschwunden. Für dich habe ich es aufgegeben, alles kontrollieren und beeinflussen zu wollen. Du hast mir gezeigt, dass ich schwach sein kann. Du hast mir den Mut verliehen, mich fallen zu lassen.

Doch nun, wo ich falle, bist du nicht da, um mich aufzufangen, mir Halt zu geben. Wann ich aufkomme, weiß ich nicht, den Aufprall kann ich noch nicht erahnen. Und wenn es so weit ist, ich wieder den Boden spüre, muss ich mit eigener Kraft aufstehen; die Kraft, die du mir genommen hast.

Ich war nicht bereit derartiges zu empfinden. Zu tief waren die vergangenen Wunden, eingebrannt die alten Schmerzen, das schlimmste Übel.

Ich habe dir mein Herz gegeben und nur du hast es in der Hand, ob es wieder in tausend Stücke zerspringt. Nur dir habe ich die Macht überlassen, Herr meiner Gefühle zu sein.

Nun weiß ich, dass ich dich gehen lassen muss; deine Zweifel sind größer als deine Gefühle zu mir; deine Angst schwerwiegender als unsere Leichtigkeit. Du hast mich als Freund ausgeschlossen und als Freundin verstoßen. Ich werde nicht warten, bis du dich entscheidest; egal wie sehr dich dieses Rätsel quält. Ab heute musst du es alleine lösen; ab sofort hast du den Freund verloren, den du niemals wolltest. Deine Worte, wie schön sie auch klangen, sind verhallt in den Mühlen des Irrsinns. Liebe ist Wahnsinn, auch wenn in jedem Wahnsinn ein wenig Vernunft steckt, die ich verloren habe, nicht mehr sehen kann, so wie ich uns nie mehr sehen werde!

Wir sind an einer Kreunzung, an der du einen anderen Weg gehen musst als ich! Und das einzige, was ich mir nun noch für dich wünsche, ist, dass du glücklich wirst und das Getane nicht bereust. Und irgendwann wird es zu spät sein, an diese Kreuzung zurück zu kehren! Ich werde nicht mehr zulassen, dass sich dein Weg mit meinem kreuzt!

Fliehen kann ich vor dir nicht, weil ich mir sonst alles nehmen würde. Doch ich kann mit traurigem Blick in den Spiegel sehen und in meinen Augen erkennen, dass ich immer die Wahrheit sagte. Ob du gespielt hast, ob alles echt war, es wirklich so tief empfunden real war, dass weißt nur du. Doch mir kannst du keinen Vorwurf machen, dass ich diese Entscheidung treffe und nicht bereit bin, darauf zu warten, dass du mir sagst, was ich schon weiß: "Es tut mir leid!"

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Alles neu?!  Verfasst: Montag, den 06. September 2010 18:21

Ein riesiges Stimmungstief zog mich in die Abgründe meines Herzens. Also dachte ich: Mach, was andere auch tun: Komplettrenovierung!

Ein netter Friseur, der mal die langen Zotteln zurechtstutzte und meinem Gesicht ein besonders frisches Make-up verpasste; Maniküre, Pediküre und ein neues Outifit.

So stand ich nun vor dem Spiegel und musste feststellen, dass mit den abgeschnittenen Haaren meine Erinnerung nicht fort war, die Fingernägel keine Wirkung auf den Schmerz hatten. Als ich mir in die Augen sah, verdeckt von meterdickem Make-up, versteckt hinter tief schwarzen Wimpern, konnte ich meine eigene Leere, Sehnsucht und Angst sehen.

Egal was man auch immer äußerlich verändert, so bleibt innen doch alles beim Alten. Vor meinen Erinnerungen, Ängsten und dieser unendlichen Sehnsucht nach dir, kann ich mich auch nicht in neuen Klamotten verstecken. Fliehen ist unmöglich, wenn der Geist dir folgt!

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Wille und Entscheidung  Verfasst: Freitag, den 03. September 2010 21:14

Wer hat mir eigentlich mal eingetrichtert, dass ich immer im Leben eine Wahl hätte? Jener sollte mir lieber nicht über den Weg laufen!

Grundsätzlich weiß ich, was ich will. Und noch nie zuvor habe ich etwas so sehr gewollt! Doch leider habe ich nur die Wahl zwischen Warten und Gehen!

Wenn ich auf dich warte, dann muss ich zusehen, wie mein Herz jeden Tag ohne dich ein wenig mehr zerfällt; jede Stunde ohne deine warme Stimme, jede einzelne Minute ohne deine strahlenden Augen und jede ewige Sekunde ohne deine zarte Wärme lassen mich Stück für Stück zerfallen.

Ich habe die Wahl, die blauen Flecken meiner Seele heilen zu lassen, die tiefen Risse meines Herzens zu nähen und darauf zu warten, dass du diese Wunde irgendwann wieder schmerzhaft öffnest... oder ich lasse dich gehen, mit unbekannten Konsequenzen, mit ungeahnten Qualen und unmöglich zu erkennenden Schmerzen.
Doch diese Sehnsucht kann nichts schlimmeres verursachen, als diese Entscheidung zu treffen. Welcher Weg führt mich aus diesem Labyrinth? Was ist richtig, was falsch? Für welche Wahl kann ich mich entscheiden, wenn ich doch weiß, dass Sie mich beide am Ende zerstören können?

Laß ich dich gehen, wird es irgendwann ein Ende habe, werden diese Schmerzen verklingen und die Wunden heilen.

Werde ich warten, kann es ein Weg zu unserem Glück werden... oder aber auch zu meiner schlimmsten NIederlage.

Also, welche Wahl habe ich, eine Entscheidung für mich und dich zu treffen, die niemanden verletzt? Eine Enstcheidung, gleich welche, die du nie zulassen wirst!

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Monotonie  Verfasst: Dienstag, den 31. August 2010 09:45

Sieben Uhr: Aufstehen, Kaffee kochen, Waschen

Sieben Uhr zehn: Fenster öffnen, Kaffee kochen, ein Blick nach draußen

Sieben Uhr fünfzehn: Rauchen, Wetter beobachten, Kleidung überdenken

Sieben Uhr zwanzig: Anziehen, Haare machen, Tasse wegstellen

Sieben Uhr dreißig: Zur Arbeit fahren

Sieben Uhr Fünfzig: Angekommen

Acht Uhr: Arbeiten

Zwölf Uhr: Mittagspause

Dreizehn Uhr: Weiterarbeiten

Siebzehn Uhr: Feierabend, nach Hause fahren

Achtzehn Uhr: Essen

zwanzig Uhr: Resümee

zweiundzwanzig Uhr: quälender Versuch zu schlafen

 

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Weit weg  Verfasst: Freitag, den 27. August 2010 08:50

Die Zeit ist ein unbarmherziger Gegner; die Zerissenheit dein schlimmster Feind und unsere Momente mein größtest Glück.

Klarheit im trüben Nass, Erkennen in der tiefsten Dunkelheit und ein Verlangen nach tiefster Gewissheit.

Einsamkeit soll all das ordnen, verständlich machen und die leeren Schubladen füllen.

Eine Flucht zu einer Entscheidung, die du nie treffen wirst, ein Fortlaufen vor den Gefühlen, die du nicht verstehst, eine Reise für deine Klarheit...

...die Angst fliegt mit!

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